Wir vernetzen, gestalten und stärken
die Soziale Solidarische Ökonomie

VKW ist die Interessenvertretung der Sozialen Solidarischen Ökonomie in Deutschland – ein Zusammenschluss von Netzwerken, Verbänden und Dachorganisationen. Wir vertreten derzeit über 2000 Unternehmen bundesweit.

VKW verbindet Unternehmen in einem bundesweiten, branchenübergreifenden Netzwerk. So entsteht ein dynamischer Austausch, der Innovationen vorantreibt und die kooperative Wirtschaftsweise sichtbar macht.
Wir wollen gemeinsam mehr erreichen – Unternehmen durch Kooperationen stärken.

→ Jetzt mehr über das Netzwerk erfahren!

→ Kooperatives Wirtschaften


Unsere Mission

Sichtbarkeit für die Soziale Solidarische Ökonomie schaffen
Wir unterstützen bei der Sichtbarmachung von Unternehmen, Dienstleistungen und Praktiken aus der Sozialen Solidarischen Ökonomie durch Öffentlichkeitsarbeit, Teilnahme an Konferenzen und die Schaffung von neuen
Kommunikationsplattformen.

Transfer & Kooperation ermöglichen
Wir ermöglichen es Unternehmen, sich mit anderen Stakeholdern aus der Sozialen Solidarischen Ökonomie zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam Innovationen zu entwickeln.

Rahmenbedingungen verbessern
Wir setzen uns dafür ein, dass die besonderen Anliegen und Ziele der Sozialen Solidarischen Ökonomie auch politisch berücksichtigt werden – durch das aktive Einbringen von Handlungsempfehlungen und Mitgestaltung von Gesetzesentwürfen.

Informiere dich über die Arbeit des Netzwerks für eine starke Soziale Solidarische Ökonomie!

Gemeinsam schaffen wir Sichtbarkeit, fördern den Austausch und treiben soziale Innovationen voran. Vernetze dich mit anderen Unternehmen und Akteuren der solidarischen Wirtschaft, profitiere von Kooperationen und gestalte mit uns die politischen Rahmenbedingungen!

→ Positionspapier des VKW – Wie die Soziale Solidarische Ökonomie gestärkt
werden kann


Unsere Grundwerte

Grundsätze kooperativer Zusammenarbeit

Der VKW vertritt Unternehmen, die folgende Grundwerte verfolgen:

1. Gemeinwohlorientierung:
Wirtschaften dient nicht der privaten Gewinnverwendung (not for private profit distribution), sondern dem Wohle von Menschen, Gesellschaft und Umwelt.

2. Bedarfswirtschaft:
Alle Wirtschaftstätigkeiten sind an den Bedarfen und Bedürfnissen der Zielgruppen für ein gutes Leben ausgerichtet – einschließlich zukünftiger Generationen.

3. Verankerung in der Zivilgesellschaft:
Wirtschaftsorganisationen sind getragen von engagierten Menschen vor Ort, die sich zivilgesellschaftlichen Werten verbunden fühlen (vgl. auch nachfolgende Punkte).

4. Solidarische Beziehungen:
Die Gestaltung der Wirtschaftsbeziehungen – nach innen wie nach außen – ist am Solidaritätsprinzip ausgerichtet.

5. Demokratische Teilhabe:
Partizipation ist maßgeblich für Organisationsformen und Wirtschaftsstrukturen.

6. Gemeinschaftliche Ressourcennutzung:
Wirtschaftliche Nutzungs- und Eigentumsformen werden von Gemeinschaften
getragen.

7. Selbstbestimmtes Empowerment:
Die beteiligten Gruppen werden – durch Hilfe, Selbsthilfe, Emanzipation – befähigt, ihre wirtschaftlichen Angelegenheiten selbst zu organisieren.


Unsere Mitglieder sind

– Netzwerke & Verbände
– Unternehmen
– Unterstützer:innen und Interessierte die unsere Grundwerte teilen

→ Jetzt Mitglied werden

Der VKW e.V. wurde als gemeinnütziger Verein am 9. September 2024 in Berlin von Vertreter:innen der folgenden Organisationen gegründet:

Bundesverein zur Förderung des
Genossenschaftsgedankens e.V.


CSX-Netzwerk e.V.


innova eG


Institut für ökologische
Wirtschaftsforschung GmbH


netz.NRW – Verbund für Ökologie
und Soziales Wirtschaften e.V.


Netzwerk Solidarische
Landwirtschaft e.V.


Platform Coops eG


Technologie-Netzwerk Berlin e.V.
(TechNet).


Stattwerke Consult GmbH


Zentralverband deutscher
Konsumgenossenschaften e.V.


Seitdem begrüßen wir als neue Mitglieder:

CrowdPower.net


BECHLER Kollaborationsberatung Rechtsanwalts-GmbH



Aktuelles

„Stärkung der Sozialen Solidarischen Ökonomie“: VKW startet bundesweites Netzwerkprojekt

(Berlin, Sept 2025) Der Verbund Kooperatives Wirtschaften (VKW) hat die Zusage für ein Projekt im Förderprogramm „Nachhaltig wirken – Förderung gemeinwohlorientierter Unternehmen“ erhalten. Ab August 2025 wird das Verbundvorhaben Projekt „Soziale Solidarische Ökonomie stärken – durch Vernetzung und Transfer“ bundesweit umgesetzt. Ziel ist es, die Soziale Solidarische Ökonomie (SSÖ) sichtbarer zu machen, ihre Netzwerke zu stärken und klimafreundliche Innovations- und Kooperationsmodelle zu verbreiten.

Ziele und Maßnahmen der Förderung
Mit den Fördermitteln des Bundesprogramms „Nachhaltig Wirken“ realisiert der VKW insbesondere den Netzwerkausbau, Wissenstransfer, Beratungen und bundesweite Veranstaltungen, um die Rahmenbedingungen für kooperatives Wirtschaften in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Good-Practices geben zudem Antwort auf die aktuellen Bedarfe zur Stärkung der gemeinwohlorientierten Ökonomie. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre.
Im Mittelpunkt stehen:
Bedarfs- und Potentialanalyse: Identifizierung guter Praxisbeispiele und Transfermöglichkeiten für nachhaltige Geschäftsmodelle.
Netzwerkausbau: Gewinnung neuer Partnernetzwerke, Aufbau regionaler Strukturen und Ausrichtung bundesweiter Versammlungen.
Internationale Vernetzung: Austausch mit europäischen Partnern wie Social Economy Europe oder RIPESS.
Informations- und Beratungsangebote: Kurzberatungen, Workshops und Peer-Learning-Formate für die SSÖ
Kommunikation: Entwicklung einer interaktiven Plattform sowie gezielte Öffentlichkeitsarbeit und PR-Kampagnen.
Bei allen diesen Maßnahmen ist der Klimaschutz ein Querschnittsthema

Ausblick & Wirkung – Bedeutung für die Soziale Solidarische Ökonomie
Unternehmen der gemeinwohlorientierten Ökonomie (GU aka Soziale Unternehmen), wie etwa Bürger-Energie-Genossenschaften, Solidarische Landwirtschaften oder Kollektivbetriebe, arbeiten demokratisch organisiert, bedarfsorientiert und klima-verträglich. Bislang sind sie in der öffentlichen Wahrnehmung zu wenig präsent.
Mit dem „Verbund Kooperative Wirtschaft – Soziale Solidarische Ökonomie“ wurde das erste, bundesweite, organisations- und branchenübergreifende Netzwerk für kooperatives Wirtschaften geschaffen. Mit der Förderung kann der VKW seine Wirkung stärken, Zusammenarbeit ermöglichen und nachhaltige Innovationen skalieren.
So entsteht ein Ökosystem, das den sozial-ökologischen Wandel in Deutschland beschleunigt und gemeinwohlorientierte Wirtschaft als zukunftsfähige Alternative stärkt.
Erwartet werden folgende Effekte:
Skalierung erfolgreicher Kooperationsmodelle und Übertragung von Best Practices
Effektive Vernetzung von lokalen, regionalen und überregionalen Initiativen
– Ausbau der Struktur- und Organisationskompetenz kooperativer Akteure über Schulungs- und Beratungsangebote
– Höhere Sichtbarkeit und politische Einflussnahme für kooperative Wirtschaftsformen
Der VKW sieht diese Förderung als wichtigen Meilenstein, um kooperative und solidarische Wirtschaftsformen in Deutschland langfristig zu verankern und ihre Rolle in der Transformationsökonomie auszubauen.

Hintergrund zum Programm „BMWE – Nachhaltig wirken“
Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des Programms „Nachhaltig wirken“. Es ist Teil der „Nationalen Strategie für Soziale Innovationen und gemeinwohlorientierte Unternehmen“ (SIGU) und durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie die Projektpartner kofinanziert.
Das Förderprogramm „Nachhaltig wirken – Förderung gemeinwohlorientierter Unternehmen“ wurde 2024 vom BMWK (jetzt BMWE) gestartet und ist mit rund 110 Millionen Euro bis 2028 ausgestattet. Es richtet sich an Organisationen, die Beratungs-, Qualifizierungs-, Informations- und Vernetzungsangebote für gemeinwohlorientierte Unternehmen bereitstellen.
Besonderes Gewicht wird auf Beiträge zum Klima- und Umweltschutz gelegt. Projekte mit nachweislichem Mehrwert können eine erhöhte Förderquote („Klimabonus“) erhalten.

Das Projekt „Soziale Solidarische Ökonomie stärken – durch Vernetzung und Transfer“ wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig Wirken“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördert.


Verbund Kooperatives Wirtschaften – Social Solidarity Economy Germany e.V. (VKW): Cooperative Economy Association – Social Solidarity Economy Germany
Strengthening the Social Solidarity Economy Project – through Networking and Transfer

Goals and Measures With the help of the federal program „Sustainable Impact“, the VKW implements in particular the expansion of the network, the transfer of knowledge, the mediation of structure-building economic support instruments through consultations and nationwide events in order to sustainably improve the framework conditions for cooperative business in Germany. Good practices also provide an answer to the current needs to strengthen the economy oriented towards the common good. The project will run for three years. The focus is on:– Needs and potential analysis: Identification of good practice examples and transfer opportunities for sustainable business models.– Network expansion: Acquisition of new partner networks and establishment of regional structures – International networking: Exchange with European partners such as DIESIS or RIPESS.– Information and advisory services: Short consultations, workshops and peer learning formats for SSE Communication: Development of an interactive platform as well as targeted public relations work and PR campaigns.In all these measures, climate protection is a cross-cutting issue

Outlook & Impact – Significance for the Social Solidarity Economy Companies of the Economy for the Common Good (GU = social enterprises), such as citizen energy cooperatives, solidarity-based agriculture or collective farms and other social-solidarity-based enterprises, work democratically organised, demand-oriented and climate-friendly. So far, they have not been sufficiently present in the public perception. With the Cooperative Economy Association – Social Solidarity Economy Germany“, the first nationwide and cross-sector network for cooperative business was created. With this funding, VKW can strengthen its impact, enable collaboration and scale sustainable innovations. This creates an ecosystem that accelerates the socio-ecological change in Germany and strengthens the economy oriented towards the common good as a sustainable alternative. The following effects are expected:– Scaling of  successful cooperation models and transfer of best practices– Effective networking of local, regional and supra-regional initiatives– Expansion of the structural and organisational competence of cooperative actors through training and advisory services
– Higher visibility and political significance for cooperative economies. The VKW sees this funding as an important milestone in anchoring cooperative and solidarity-based economic forms in Germany in the long term and expanding their role in the transformation economy.

Our offers within the framework of the project:

  • Specialist workshops on economic structure formation,
  • Workshops on (inter-)regional or sectoral networking
  • nationwide events for community building and the presentation of project results
  • Peer group workshops for a good practice transfer
  • Brief consultations for social enterprises and those who want to become one


Background to the „BMWE – Sustainable Impact“ programme The  project is funded by the Federal Ministry for Economic Affairs and Energy (BMWE) as part of the „Sustainable Impact“ programme. It is part of the „National Strategy for Social Innovations and Enterprises for the Common Good“ (SIGU) and co-financed by the European Social Fund Plus (ESF+) and the project partners. The funding programme „Sustainable Impact – Promotion of Companies for the Common Good“ was launched by the BMWK (now BMWE) in 2024 and is endowed with around 110 million euros until 2028. It is aimed at organizations that provide consulting, qualification, information and networking services for companies oriented towards the common good. Particular emphasis is placed on contributions to climate and environmental protection. Projects with demonstrable added value can receive an increased funding quota („climate bonus“)


Verbund Kooperatives Wirtschaften – Social Solidarity Economy Germany e.V.

Verbund Kooperatives Wirtschaften – Social Solidarity Economy Germany e.V.

Kostenfreie Angebote

Kurzberatung für Gemeinwohlunternehmen

Im Rahmen des Projekts „Soziale Solidarische Ökonomie stärken – durch Vernetzung und Transfer“ bieten wir zur Stärkung von Unternehmen der Sozialen Solidarischen Ökonomie Beratung zu (fast) allen Themen der Unternehmensführung und Unternehmensentwicklung für sozial-solidarische (genossenschaftlich organisierte) Unternehmen an, wie:

Finanzierung

  • Wie kann ich öffentliche Förderung erhalten, welche Förderprogramme kann ich wie nutzen für mein Unternehmen der SSÖ, abgestimmt auch auf meine Branche und Region?
  • Wie nutze ich das Netzwerk meines SSÖ-Unternehmens für auf mein Unternehmen abgestimmte Instrumente der Eigenfinanzierung, der Beteiligungsfinanzierung, der Finanzierung durch Investoren (Beispiel: Instrument des / der Investierenden Genossen/in)

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Wie setze ich das Instrument des Nachhaltigkeitsmanagements ein,

  • um meine Produkte/ Dienstleistungen ökologischer zu machen?
  • meine Betriebsabläufe Ressourcenschonend und umweltschonender zu gestalten?
  • Wie verstärkt Erneuerbare Energien für mein Unternehmen der SSÖ nutzen?

Geschäftsmodell und Geschäftsprozesse

  • Entwicklung oder auch Relaunch meiner Unternehmensstrategie, meines Geschäftsmodells, meiner Geschäftsprozesse, um mein Unternehmen der SSÖ am Markt zu stärken, resilienter zu machen?
  • Welche Organisationsstruktur und welche Unternehmensprozesse, auch welche Rechtsform passt dabei am besten zur weiteren Entwicklung und Stärkung meines sozial-solidarischen Unternehmens?

Vereinbart gerne gleich einen Termin mit uns!

Kontakt:

Helmut Geißler, geissler@stattwerke-consult.de, +49 172 74073448

Kurzberatungen

Wir beraten Gemeinwohlunternehmen ganzheitlich zu praktisch-relevanten Fragen,

unter anderem zu

  • Organisations- und Unternehmensentwicklung
    Demokratisches Management
  • Wirkungsmanagement
    am Beispiel des Sozial-Audit-Verfahrens
  • Finanzierungsfragen

Wie gelingt ein tragfähiger Einnahme- bzw. Finanzierungs-Mix?

  • Rechtsformbestimmung

Welche Rechtsform ist für euer Unternehmen angemessen?

Wir beraten zu allen Fragen organisatorischer Aspekte der Unternehmensentwicklung im Kontext ihrer Mission, Werte und Zielsetzungen.

Gern könnt Ihr einen Termin vereinbaren mit

Günther Lorenz, g.lorenz@technet-berlin.de und Heike Birkhölzer, h.birkhoelzer@technet-berlin.de




Stellungnahme zum Koalitionspapier von CDU/CSU und SPD (Bund)

Der Verbund Kooperatives Wirtschaften – Social Solidarity Economy Germany e.V. – begrüßt, dass der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD einen der offenen Punkte der von der Ampelregierung aufgestellten Nationalen Strategie für soziale Innovation und gemeinwohlorientierten Unternehmen (SIGU) umsetzen möchte, die wegen der vorzeitigen Neuwahlen nicht mehr umgesetzt werden konnten.

Positionspapier des Verbunds Kooperatives Wirtschaften Social Solidarity Economy e.V.

Sozial und kooperativ wirtschaftende Unternehmen und Organisationen haben in Deutschland auf Bundesebene nunmehr eine eigene Interessenvertretung. Der Verbund Kooperatives Wirtschaften – Social Solidarity Economy Germany e.V. (VKW) umfasst sozial-ökologische Netzwerke mit über 2000 ökonomisch agierenden Mitgliedern bzw. sozial-solidarischen Unternehmen:

Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V., CSX-Netzwerk e.V. ,innova eG. Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig), netz.NRW – Verbund für Ökologie und Soziales Wirtschaften e.V., Netzwerk Solidarische Landwirtschaft e.V. (SoLaWi), Platform Coops eG, Technologie-Netzwerk Berlin e.V. (TechNet), Stattwerke Consult GmbH, Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V., CrowdPower.Network.

Anlässlich der anstehenden Wahlen in verschiedenen Kommunen und Bundesländern stellen wir hier unsere Eckpunkte Kooperativen Wirtschaftens für die politisch Verantwortlichen vor:

Ausbau der Förderung der Sozialen Ökonomie

Die Soziale Ökonomie verfolgt soziale und ökologische Ziele und stellt diese Ziele über die Gewinnerzielung. Dieser Sektor ist vielfältig und umfasst sehr unterschiedliche Formen wie Soziale und /oder solidarische Unternehmen, Social Entrepreneurs, Genossenschaften, Kollektivbetriebe, Gemeinwohlökonomie, Commons u.a.m.

In Deutschland leisten zahlreiche Akteur:innen der Sozialen Ökonomie (SÖ) bereits heute wertvolle Beiträge zu einer zukunftsfähigen und sozial gerechten Wirtschaft und tragen wesentlich zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) bei. Diese Art des Unternehmertums verbindet wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit sozialer Verantwortung, fördert oftmals regionale Wertschöpfung und trägt dazu bei, ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen innovativ zu lösen.

Zahlen zeigen, dass die SÖ ein arbeitsplatzintensiver Sektor ist, der den sozialen Zusammenhalt stärkt, vielfältige Verflechtungen innerhalb der Wirtschaft unterhält und damit einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung leistet.

Mit ihrer Vielfalt und Innovationskraft sind Soziale Unternehmen Vorreiter in der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Integration, Fachkräftebedarf, bezahlbarer Wohnraum und Klimaschutz.

Die UN und die EU rufen ihre Mitgliedstaaten darin auf, die Soziale Ökonomie auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene durch gezielte Strategien, politische Maßnahmen und Kapazitätsaufbau sowie Unterstützungsstrukturen/-aktivitäten zu fördern.

Auch auf Bundesebene wurde die Relevanz des Themas anerkannt: Mit der Nationalen Strategie für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen (2023) verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Rahmenbedingungen für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften zu verbessern und soziale Innovationen als festen Bestandteil der Wirtschaftspolitik zu verankern. Trotz der wachsenden Anerkennung bleibt die SÖ in Teilen der Öffentlichkeit, Verwaltung und Wirtschaft noch unterrepräsentiert. Ihre spezifische Wirtschaftsweise ist vielfach unbekannt, was zur Folge hat, dass ihr Innovationspotenzial nicht voll ausgeschöpft wird. Soziale Unternehmen stehen vor besonderen Herausforderungen und benötigen daher spezifische Unterstützungsstrukturen, die über sektorspezifisches Wissen und Erfahrungen verfügen.

Wir treten dafür ein, den teilweise sehr unterschiedlichen Formen alternativen Wirtschaftens, von Sozialen Unternehmen, Social Entrepreneurs über Genossenschaften, nachhaltigkeitsorientierte und ökologieorientierte Unternehmen und Kollektivbetriebe bis hin zu Non-Profit-Organisationen, verbesserte Rahmenbedingungen zu schaffen.

Empfehlungen:

1.            Verstetigung von Informationen und Vernetzung

Als zentrale Plattform für die Soziale Ökonomie bündelt VKW einschlägige Akteur:innen, stärkt deren Kompetenzen, erhöht die Sichtbarkeit des Sektors und fördert den Austausch untereinander sowie mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft. In den letzten Jahren hat VKW ein starkes Ökosystem aufgebaut und gilt heute als etablierte Struktur mit hoher Strahlkraft.

2.            Ausbau des kostenfreien Beratungsangebots für Gründer*innen sozialer Unternehmen und bestehender Unternehmen, das mit Beraterorganisationen aus dem Ökosystem der Sozialen Ökonomie umgesetzt wird

Der stetig wachsende Beratungsbedarf zeigt den hohen Bedarf an individueller Unterstützung

3.            Soziale Unternehmen unterstützen, ihre Wirkung (den sozial-ökologischen Mehrwert sichtbar machen) messen, dokumentieren (Wirkungsmanagement und -messung) und skalieren

– durch Sozial-Audit, Gemeinwohl-Bilanz und andere anerkannte Methoden

4.            Auflegen eines speziellen Förderinstruments für soziale Unternehmen

Nach Vorbild von beispielsweise Hamburg und Bremen soll das Finanzierungs- und Unterstützungsdefizit von Sozialen Unternehmen geschlossen werden. Unterstützt werden soll u.a. die Entwicklung sozialunternehmerischer, gemeinwohlorientierter Geschäftsmodelle.

5.            Masterplan „Soziale und solidarische Unternehmen“ und Wirtschaftscluster „Soziale Ökonomie“

Die Unterstützung eines eigenen Wirtschaftsclusters „Soziale Ökonomie“ sollen dafür sorgen, dass dieser wichtige Teil der Wirtschaft sektorübergreifend gestärkt werden kann und weiterhin gezielt an der Verbesserung der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für gemeinwohlorientierte Unternehmen arbeiten.

6.            Zudem sollen spezielle Finanzierungsinstrumente für Soziale Unternehmen entwickelt und umgesetzt werden, die sozial-solidarische (genossenschaftliche) Finanzierungsmodelle versus Instrumente der Finanzierung mittels Investoren priorisiert und stärkt, um die Entwicklungsmöglichkeiten sozialer Geschäftsmodelle stärker zu unterstützen.

Mit der Förderung von sozialen Innovationen durch einen revolvierenden Fonds aus nachrichtenlosen Konten wird es zukünftig verlässlich Mittel für diesen wichtigen Wirtschafts-Sektor geben.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass die neue Bundesregierung genossenschaftliche Ansätze fördern möchte, mit der Modernisierung des Genossenschaftsgesetzes, der Förderung von Wohnungsgenossenschaften und der Stärkung der Bürgerenergie. Es bleibt abzuwarten, wie die verabredeten Maßnahmen konkret umgesetzt werden.

Auch die neue Rechtsform – Gesellschaft mit gebundenem Vermögen – könnte für kooperative Ansätze genutzt werden, insbesondere für Kollektivbetriebe. Wir hoffen, dass die Einführung nun auch umgesetzt wird, nachdem sich in der letzten Legislaturperiode trotz einer entsprechenden Vereinbarung im Koalitionsvertrag dahingehend nichts getan hat.

Wir vermissen dagegen Aussagen zu gemeinwohlorientierten Unternehmen und der Nationalen Strategie für soziale Innovation und gemeinwohlorientierte Unternehmen. Das gerade durchgeführte Forum hat deutlich gemacht, dass dieser Wirtschaftssektor in Deutschland eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Wir werden uns dafür einsetzen, dass an die Arbeit angeknüpft wird, damit die ersten sehr guten Ansätze weiter verfolgt und vertieft werden.

Januar 2026



Kontakt

Verbund Kooperatives Wirtschaften – Social Solidarity Economy Germany e.V. (VKW)
c/o Technologie-Netzwerk Berlin e.V.
Wiesenstraße 29
13357 Berlin
Tel 030 46 98 82 27

E-Mail: info@kooperativ-wirtschaften.de